Geislingen erhält 229.000 Euro für Quartiersprojekt und Flächenmanagement
Die Stadt Geislingen an der Steige erhält vom Land Baden-Württemberg insgesamt 229.000 Euro Fördermittel. Nach Angaben der Stadt fließen 85.000 Euro in das Quartiersprojekt „Siedlung“, weitere 144.000 Euro in die Einrichtung eines kommunalen Flächenmanagements.
Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia dankte dem Land Baden-Württemberg und allen Beteiligten, die sich für die beiden Förderanträge eingesetzt hatten. Er sprach von einer wichtigen Unterstützung in finanziell herausfordernden Zeiten und verwies darauf, dass die Stadt mit den Mitteln zwei Zukunftsthemen gezielt und strukturiert weiterentwickeln könne.
Förderung für das Quartiersprojekt „Siedlung“
Das Quartiersprojekt „Siedlung“ wird auf Grundlage der Landesstrategie „Quartier 2030 – Gemeinsam.Gestalten.“ gefördert. Der Gemeinderat hatte im August den Antrag im Förderprogramm „Quartiersimpulse“ gestellt.
Das Projektgebiet umfasst den Bereich zwischen der Stuttgarter Straße, dem TV Altenstadt und den Neuwiesen. Laut Stadt soll das Vorhaben das Miteinander im Quartier stärken und Menschen mit unterschiedlichen Lebens- und Einwanderungsgeschichten zusammenbringen.
Carolin Stütz, Fachbereichsleiterin für Bildung, Kultur, Jugend und Ehrenamt, sagte: „Ein gutes Zusammenleben im Quartier entsteht dort, wo Menschen sich begegnen, einander zuhören und sich ernst genommen fühlen. Genau hier setzt das Quartiersprojekt an: Es verbindet Generationen und Menschen mit unterschiedlichen Einwanderungsgeschichten und stärkt so das Miteinander im Alltag“.
Nach der Oberen Stadt und Seebach/Katzenloch startet die Stadt damit ihren dritten Quartiersentwicklungsprozess. Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen von Beginn an beteiligt werden. Als Herzstück ist ein mobiler „Quartierskiosk“ vorgesehen, der Raum für Informationen, Beteiligung und Begegnung bieten soll. Noch im Jahr 2026 sollen sich die zivilgesellschaftlichen Partnerinnen und Partner in einem Zukunftsteam zusammenschließen; zu den ersten Aufgaben gehört die Planung einer Auftaktveranstaltung für das Frühjahr 2027.
144.000 Euro für kommunales Flächenmanagement
Mit weiteren 144.000 Euro unterstützt das Land Baden-Württemberg die Einrichtung einer Stelle für das kommunale Flächenmanagement. Die neue Stelle soll vorhandene Flächenpotenziale systematisch erfassen und Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen. Genannt werden dabei insbesondere Baulücken, Brachflächen und leer stehende Gebäude sowie Nachverdichtung und Aufstockung bestehender Gebäude.
Das Flächenmanagement soll außerdem als zentrale Anlaufstelle innerhalb der Stadtverwaltung sowie für Eigentümerinnen und Eigentümer und weitere Beteiligte dienen. Es soll Informationen bündeln, Kontakte herstellen und Vorhaben fachlich begleiten.
Ignazio Ceffalia betonte: „Bezahlbarer und verfügbarer Wohnraum gehört zu den großen Herausforderungen unserer Zeit“. Der Flächenmanager könne genau hinschauen, Gespräche anstoßen und Möglichkeiten aufzeigen. Die neue Stelle sei damit ein Baustein für eine langfristige und verantwortungsvolle Flächenentwicklung.
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